NeuerVorstand

Gutbesuchte Mitgliederversammlung wählte Vorstand

Eine Reihe neuer Gesichter begrüßte der alte und neue Vorsitzende der CDU Butzbach Stefan Euler anläßlich der am Freitag vergangener Woche stattgefundenen Mitgliederversammlung in der Reichspost in Fauerbach. Als Gast und Versammlungsleiter war der Kämmerer des Wetteraukreises Matthias Walter nach Fauerbach gekommen und führte die CDU Mitgliederversammlung durch den Abend. Bei den Wahlen wurde ein neuer Vorstand gewählt: Stefan Euler wurde dabei wieder zum Vorsitzenden gewählt, als Stellvertreter konnten Bernhard Dern (Pohl-Göns), Ben Seliger (Kernstadt) und Markus Ruppel (Münster) die Stimmen auf sich vereinigen. Schatzmeister für weitere zwei Jahre bleibt Manfred Schütz (Ebersgöns), als Mitgliederbeauftragter wählten die Mitglieder den JU Vorsitzenden Butzbachs, Stefan Höchst (Ebersgöns), Schriftführer wurde der gerade neugewählte Vorsitzende der CDU Nieder Weisel, Sascha Huber. Dem Vorstand angehören werden insgesamt 8 Beisitzer: Sascha Bühler (Kirch-Göns), Christian Burk (Kernstadt), Christian Engel (Ostheim), Ewald Reitz (Fauerbach), Stefan Schepp (Kirch-Göns), Norbert Winter (Nieder-Weisel), Dennis Wirth (Nieder-Weisel) und Stadtrat Dieter Söhngen (Griedel). Als Kassenprüfer wurden Michael Born und Frank Marx sowie als Ersatzkandidat Armin Möller berufen. Zuvor hatte Stefan Euler nochmals Bilanz gezogen der beiden letzten Jahre. Über die Bundesereignisse, die Stetigkeit der Politik im Land Hessen bis hin zur Kreis-CDU wußte der Vorsitzende zu berichten. Kritisch beleuchtete Euler den Wechsel von Butzbachs ehemaligen Bürgermeister Oswin Veith an die Spitze der OVAG: „Ich kann das persönlich nachvollziehen, aber es hinterläßt der CDU im Wetteraukreis eine Lücke“, so Euler. Man müsse in zwei Jahren wieder ganz von vorne anfangen, das „Timing“ des Wechsels sei für die CDU äußerst ungünstig. Für Butzbach sieht Stefan Euler die CDU auf dem besten Weg: nicht nur, dass die CDU viele Neumitglieder zu verzeichnen habe, sondern auch, weil sich die Fraktion im Parlament nach der Loslösung aus der Kooperation mit SPD und den Grünen freier bewegen könne. Die CDU Fraktion stelle, so Euler weiter, viele gute und qualitativ hochwertige Anträge im Parlament und wechselnde Mehrheiten würden für die CDU bedeuten, viele Vorschläge auch voran zu bringen. Auch finanziell stelle sich die Stadt derzeit gut dar, was Kreiskämmerer Walther bestätigte: die Kreis- und Schulumlage werde in 2020 um nahezu 1 Mio EUR sinken, so dass der Spielraum der Stadt größer werde: „Rechtzeitig zur Kommunalwahl, nur müssen wir als CDU auch weiterhin auf die Fortsetzung eines konsolidierenden Kurses in Butzbach drängen, denn die Zeiten werden schlechter werden, Begehrlichkeiten oder Wahlgeschenke dürfen nicht im Vordergrund stehen in 2020“, so Euler. Der Vorsitzende führte weiter aus, dass Themen wie die Umgestaltung des Bahnhofs, der barrierefrei auf allen Gleisen werden solle, unmittelbar zur Entscheidung anstünden. Hier würde es zwar bis zu 85 % Förderung durch das Land geben, aber dennoch müsse es einem langfristigen „Fahrplan“ folgen, bei dem insbesondere auch die Folgekosten zu berücksichtigen seien. Euler, der Anfang der Woche mit Vertretern des Frankfurter Nassauische Heimstätte-Büros geführt hatte, betonte die Wichtigkeit der anstehenden DIskussionen zum regionalen Flächennutzungsplan: Butzbach solle zumindest planerisch nach Frankfurt die wichtigste Wachstumsregion in Hessen werden. „Dazu bedarf es aber auch Augenmaß, so dass wir die Infrastruktur entsprechend nachziehen können“, so Euler weiter. Die öffentliche Sicherheit, die Fortführung des Bedarfsentwicklungsplanes der Feuerwehren, die Schaffung von Kunstrasenplätzen, keine Grundsteuer-Erhöhung bis 2021, ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, aber auch der Ausbau Butzbachs als Naherholungsziel sei für die CDU noch stärker anzupacken. Dass Butzbach sehr beliebt sei und viel zu bieten habe, sei erst jüngst im Hessischen Rundfunk in der Sendung „Tobi’s Städtetrip“ deutlich geworden. Besonderen Dank richtete Euler an seine Unterstützer bei den Bürgermeisterwahlen, an seinen Arbeitgeber, der ihn dafür freigestellt habe, aber auch für die starke Unterstützung in der parlamentarischen Arbeit in der Fraktion. Die CDU sei durch den Austritt aus der Zusammenarbeit mit der SPD und den Grünen besser wahrnehmbar und das Ziel für 2021 müsse das Wahlergebnis von 2011 sein und auch weiterhin in allen Ortsteilen mit eigenen Ortsbeiratskandidaten anzutreten. Das Thema „Soziale Medien“ solle mehr und besser angepackt werden, hier hoffe man insbesondere auf Stefan Höchst. Eine lange Debatte über das mögliche Antreten der AfD in Butzbach bei den Kommunalwahlen beschäftigte die Mitgliederversammlung. „Wir müssen die Menschen wieder abholen, die den Populisten Glauben schenken und auf deren Wahlversprechen anspringen. Wir müssen klar und deutlich machen, dass es Grenzen gibt und wir müssen inhaltlich den Menschen klarmachen, was auf sie wartet, wenn sie AfD wählen. Das sind Wölfe im Schafspelz, die nichts unversucht lassen werden, um Stimmen auf sich zu vereinigen“, so Stefan Euler mit einer klaren Ansage. Finanziell stünde die CDU, so Schatzmeister Manfred Schütz, nach einem kostenintensiven 2018 in 2019 wieder stabil da. Gewählt wurden auch die Delegierten zum Kreisparteitag, zu dem die CDU Butzbach aufgrund ihrer Größe insgesamt 15 Delegierte versenden darf, drei Mitglieder dürfen in den Kreisverbandsausschuss verschickt werden, auch diese Vorschläge des Vorstands wurden bestätigt. Zum Abschluss kündigte Stefan Euler an, dass am 13. März 2020 der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach nach Butzbach kommen würde, heißt es abschließend von unserer Unionsspitze.

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