CDU-Kernstadt


Der neue Kernstadt-Vorstand (v.l.): Benjamin Seliger, Niklas Heid, Christian Burk, Uwel Balser, Toni Huber, Michael Born und Frederik Schikora, es fehlen Petra Eierer, Florida Häuser und Wolfgang Bender

Vorsitzender Toni Huber widerspricht seinem Vorgänger Steinbach

Butzbach (pe).- In der Ende Oktober stattgefundenen Mitgliederversammlung der CDU Kernstadt wurde der seitherige Vorsitzende Toni Huber in seinem Amt bestätigt. In seiner ersten Entgegnung zu den Vorwürfen des aus der CDU ausgetretenen, ehemaligen Kernstadtvorsitzenden Frank-Christoph Steinbach habe dieser vielleicht sein persönliches Empfinden zum Ausdruck gebracht, jedoch in keiner Weise die Fakten reflektiert: mit insgesamt 5 neuen Gesichtern im CDU Kernstadt-Vorstand könne man bestimmt nicht von einem Scherbenhaufen sprechen, sondern vielmehr von einer konsequenten Weiterentwicklung. Es bestehe schon aufgrund dieser organisatorischen Aufwertung des Vorstands, so Huber weiter, keine Veranlassung darüber nachzudenken, ob die Anschuldigung von Steinbach, die CDU Kernstadt sei immer im Fadenkreuz von Norbert Kartmann gewesen, richtig oder angemessen sei. Steinbach selbst habe es als Beisitzer in der
Hand gehabt einen von ihm angenommenen Zustand zu ändern: "Stattdessen ist Herr Steinbach zu keiner Vorstandssitzung gekommen, hat sich aber öffentlich immer negativ über die CDU, auch in Butzbach, geäußert", so Huber. Es sei nicht schön ein Mitglied zu verlieren, aber manchmal sei der Austritt die beste Konsequenz.

In der Pressemitteilung heißt es weiter, dass dem neu gewählten Vorstand neben Toni Huber (Vorsitzender), Christian Burk und Frederik Schikora als Stellvertreter, sowie Petra Eierer als Schriftführerin angehören. Eine Stimmenmehrheit auf sich vereinen konnten die Beisitzer Florida Häuser, Ben Seliger, Michael Born, Uwe Balser, Wolfgang Bender und Niklas Heid.
Mit Christian Burk habe die CDU Butzbach einen bereits sehr engagierten Bürger hinzugewonnen, der sich schon beim VfR Butzbach, Butzbach aktiv und als AG-Leiter an der Schrenzerschule einen Namen
gemacht hat. Frederik Schikora ist seit 2018 Neubürger in Butzbach und hat in seinem vorherigen Wohnort in Dieburg/Südhessen in der dortigen CDU als stellvertretender Vorsitzender und stellvertetender
Fraktionsvorsitzender viele Erfahrungen in der Kommunalpolitik gesammelt, die er nun in die Butzbacher Kommunalpolitik einbringen wird. Petra Eierer ist auch als ehrenamtliche Schriftführerin im Ortsbeirat
der Kernstadt tätig. Florida Häuser übt die Funktion der Geschäftsführerin der Kernstadt CDU aus, ein Amt, das sie auch im Stadtverband begleitet. Ben Seliger ist in seiner Funktion als stellvertretender CDU
Fraktionschef die direkte Brücke der CDU Kernstadt in das Parlament hinein. Uwe Balser engagiert sich seit Jahren aktiv im Ortsbeirat der Kernstadt. Die beiden Neuzugänge Michael Born und Wolfgang Bender
sind bekannte Butzbacher Gesichter und mit Niklas Heid, der bereits in der CDU in Münzenberg verankert war und nach Butzbach umgezogen ist, komplettiert sich die aus Sicht von Toni Huber sehr starke CDU
Mannschaft in der Kernstadt. "Mit diesen Leuten an Bord werden wir die zukünftigen Herausforderungen in der Kernstadt meistern“, so Huber gegenüber der Presse. Aus dem Vorstand ausgeschieden sei wegen
Umzugs nach Butzbach-Münster der CDU Stadtverordnete Markus Ruppel, dem Huber für sein Engagement dankte. Die CDU Kernstadt werde sich auch weiterhin aktiv in den Meinungsbildungsprozeß der
Gesamtstadt-CDU einbringen. Mit Ben Seliger habe man den direkten Draht dorthin und sei auch in die Entscheidungen der Fraktion eingebunden. Man müsse nicht immer marktschreierisch tätig sein, um Erfolge
zu erzielen. Als Schwerpunkt für die nächsten beiden Jahre sieht Huber das Degerfeld, aber auch die Versorgung der Ballsporttreibenden Sportvereine mit Kunstrasenplätzen, die Weiterverfolgung des Bedarfsentwicklungsplans für die Feuerwehren, die barrierefreie Gestaltung des Bahnhofsbereiches, die Sicherstellung der Nahversorgung in der Innenstadt, die Herbeiführung einer für die Bewohner verträglichen Lösung für die Hochhäuser im Degerfeld sowie die Verankerung einer touristischen Entwicklung auch in der Kernstadt, etwa durch die Ansiedlung eines Wohnmobilstellplatzes. Auch die Klimadiskussion müsse in der Kernstadt geführt werden,
insbesondere wie man mehr sichere Radwege für die Kernstädter bereitstellen könne, um den Umstieg auf das Fahrrad zu erleichtern. Das Gesamtthema „Verkehr“ als Teil des noch aufzustellenden Stadtentwicklungsplanes müsse auch zu Entspannungen etwa an der Kreuzung Griedeler Straße / Am Hetgesborn führen.

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